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20 Fragen übers Internet
Wie sicher ist das Internet?

Das Internet ist so sicher wie eine dunkle Gasse. In dieser können sich finstere Gestalten herumtreiben, sie können es aber auch nicht.
Dennoch ist man nicht hilf- und schutzlos.

Diese finsteren Gestalten, so es sie gibt, stellen in zwei Richtungen Bedrohungen dar: in Angriffen auf die Sicherheit und in Angriffen auf die Privatsphäre.

Sicherheitsrisiken beinhalten Dateien-Downloads, die Viren transportieren können, ActiveX-Elemente, die einen Computerabsturz verursachen können, zweifelhafte e-Mail Anhänge (attachments), Lücken in Java, die einem Hacker ermöglichen können, Daten auf fremde Festplatten zu spielen und natürlich eine Menge Schwächen in der unübersehbar gewordenen Internet-Software.

Allen Gerüchten zum Trotz ist es eher unwahrscheinlich das Opfer eines Hackers zu werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Virus ist ungleich höher, doch dagegen gibt es wirksame Anti-Viren-Programme.
Wie im richtigen Leben, darf man auch im Internet nicht zu leichtsinnig sein: E-Mail Anhänge (Attachments) von Unbekannten sollten nicht ohne weiteres geöffnet werden. Die eigene e-Mail Adresse (und erst recht die Postanschrift) sollte nur dort preisgegeben werden, wo man weiß, mit wem man es zu tun hat und was man zu erwarten hat. Das gleiche gilt natürliche auch für Kreditkarten-Transaktionen.

Die Angriffe auf die Privatsphäre sind subtiler; doch auch hier gibt es Schutz. Die eigene e-Mail Adresse kann zum Beispiel durch ein Verschlüsselungsprogramm (wie PGP – pretty good privacy des renommierten Massachusetts Institue for Technology, MIT)vor dem Ausspähen gesichert werden.

Doch das Hauptinteresse richtet sich eher auf die Erforschung des Surf- und Kaufverhalten denn auf das Lesen fremder e-Mail. Kundenprofile werden so anhand des Surfverhaltens erstellt und sind bestimmte Agenturen erst einmal im Besitz einer e-Mail Adresse, ist der Inhaber derselben mindesten unglücklicher Empfänger zahlloser Werbemails.

Viele Webseiten sind speziell der Erforschung des vorbeikommenden Surfers geschuldet. Sie senden z.B. kleine Dateien, sogenannte Cookies, auf die Festplatte des besuchenden Rechners. Jeder Cookie kann nur von dem Rechner gelesen werden, der ihn generiert, und das Tage, Wochen oder Monate nach dem Besuch. Unter anderem können Cookies den Benutzernamen, dessen e-Mail Adresse, dessen ISP-Namen, die zuletzt besuchte Seite, dessen Betriebssystem, Browser-Typ und -Version erfragen.
Sie können auch dem Surfer helfen, indem sie sich ein einmal eingegebenes Passwort (für passwortgeschützte Seiten) merken und so das wiederholte Eingeben bei den folgenden Seiten ersparen.

Aber der aufgeklärte Kunde hat das Recht auf Kontrolle über die Informationen, die über ihn gesammelt werden.
Zum einen bietet der Browser in den Voreinstellungen (Preferences, Einstellungen) die Möglichkeit, Cookies prinzipiell abzulehnen oder zumindest, was empfehlenswert ist, diese nur nach Bestätigung zuzulassen. Zum anderen gibt es Programme wie Kookaburra Software's CookiePal, die Cookies kontrollierbar machen können.

Übrigens werden auch Newsgroups schon mal von finsteren Gesellen nach e-Mail Adresse durchforstet. Bei der Beteiligung an einer Newsgroup wird in den meisten Fällen auch die e-Mail Adresse des Teilnehmers bekanntgegeben. Es gibt u.a. anonyme "Remailer-Services", wie z.B. Replay, der Ihre e-Mail ohne Ihre e-Mail Adresse weiterleitet (Forwarded).

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